Vulkane gibt es nicht nur auf der Erde...

 

Erdkunde Projekt: Vulkanismus
Thema: Vulkanismus auf anderen Planeten

Inhaltsverzeichnis:

  I. Vorwort
 II. Allgemeine Infos zu Vulkanismus auf anderen Planeten
III. Vergleich: Venusvulkanismus - herkömmlicher Vulkanismus
IV. Detailinformationen Mars
 V. Detailinformationen Olympus Mons

 

Information:

Köln (AP) Ein Vulkanausbruch auf dem Jupitermond Io hat riesige Landstriche des Himmelskörpers verändert. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) berichtete in Köln, veröffentlichte Fotos der amerikanischen Raumsonde Galileo zeigten eine 120 Kilometer hohe Rauchfahne und später an dieser Stelle einen neuen dunklen Fleck mit einem Durchmesser von 400 Kilometern. Derartige dunkle Flecken stünden gewöhnlich im Zusammenhang mit hohen Temperaturen und Oberflächenveränderungen.
Io gilt als der vulkanisch aktivste Körper im Sonnensystem. Er ist der enormen Schwerkraft des Jupiter ausgesetzt und unterliegt deshalb enormen Verformungen. Nach Berechnungen der DLR-Forscher wird Io so stark von Gezeitenkräften «durchgewalkt», dass ein «Flutberg» von 50 Metern Höhe über den Mond wandert.

 

I. Vorwort

Während ich in der ersten Internetsuche noch ziellos suchte, spezialisierte ich mich dann recht schnell auf außerirdischen Vulkanismus, weil ich es sehr interessant fand, und weil es darüber viele Informationen auch in Deutsch gab. Ich werde im Folgenden vom Allgemeinen ins Detail gehen. So fange ich mit dem Weltall an, komme dann zum Mars und von dort zum Olympus Mons.

Olympus Mons - der größte und höchste Schildvulkan des Sonnensystems

II. Allgemeine Infos zu Vulkanismus auf anderen Planeten

Vulkane gibt es nicht nur auf der Erde, sondern auf jedem Planeten. Allerdings sind es nicht überall Lavavulkane, es gibt auch andere Arten, so z.B. Eisvulkane.

Ab 1960 haben die Menschen begonnen, Vulkanismus auf anderen Planeten zu erforschen. Diese Art von Vulkanerforschung begann, als die Astronauten des Apollo-Teams vulkanische Steine mit zurück brachten. 1976-97 wurden dann die Vulkane von Mars untersucht.

 

Definition von Vulkanismus:

Vulkanismus ist Material- und Wärmetransport aus dem Inneren eines Himmelskörpers in die Kruste hinein und/oder an seine Oberfläche.

 

Der Vulkanismus der Erde muss im Zusammenhang mit dem Konzept der globalen Plattentektonik gesehen werden. An intraozeanischen Plattengrenzen (ozeanische Rücken) tritt niederviskoser basaltischer Vulkanismus mit Lavatafeln und Schildvulkanen auf. Intrakontinentale und ozean-kontinentale Plattengrenzen werden durch höher viskosen, intermediären (andesitischen) Vulkanismus mit oft explosiven Stratovulkanen geprägt. Eine untergeordnete Rolle spielt der Vulkanismus der „hot spots"; das sind „heiße Flecken" im oberen Mantel (z.B. Hawaii und Island).

Die erdähnlichen Planeten Erdmond, Merkur, Venus und Mars weisen fast nur basaltischen Vulkanismus mit Lavatafeln und Schildvulkanen auf, wobei der Mars mit über 20 km Höhe die mächtigsten Schildvulkane im Planetensystem besitzt. Beim Erdmond und beim Merkur wurde der Vulkanismus vorwiegend durch große Meteoriteneinschläge angeregt. bei Venus und Mars spielt der „hot spot-Vulkanismus" eine große Rolle. Außerdem existieren auf der Venus viskose Extrusionen, das sind offenliegende Lavaflüsse, die weit über 100 KM lang sind oder Seen , denn die Venus hat keine Erdkruste. Sie hat abgekühlte Lava(platten) an ihrer Oberfläche, die sich bei Lavabewegung mitbewegt/en, bzw. schmelzen oder untergehen kann.

Die großen äußeren Planeten mit ihren äußeren flüssigen Hüllen haben gemäß obiger Definition keinen Vulkanismus. Die meisten größeren Monde der äußeren Planeten bestehen aus einem Mantel aus Wassereis über einem silikatischen Kern. Mehrere dieser Satelliten haben ihre Oberfläche durch Spalten-Wasser/Eisvulkanismus überprägt. Eine Ausnahme bildet der Jupitermond Io mit fast der gleichen Größe und Masse wie der Erdmond: Io zeigt einen gegenwärtig sehr aktiven Schwefelvulkanismus, aber auch Strukturen von silikatischem Vulkanismus wurden gefunden. Auf dem Neptunmond Triton wurde neben dem Wasser/Eisvulkanismus ein aktiver, explosiver Stickstoffvulkanismus entdeckt.

Daraus läßt sich schließen, dass der Jupitersatellit (Mond) Io und die Erde die einzigen beiden Planeten sind, wo es aktive Vulkane, wie wir sie kennen, gibt. Zwar existieren auf dem Mars auch Schild- und Strato- Vulkane, jedoch sind dort alle Vulkane erloschen.

 

III. Vergleich Venusvulkanismus – herkömmlicher Vulkanismus

Die Venus beherbergt offene Lavaflüsse. Dies wird im allgemeinen mit dem Wort Vulkanismus nicht gemeint. Das Wort Vulkanismus bezieht sich auf Schildvulkane wie Mauna Kea (Hawaii) oder Stratovulkane wie der Mt. St. Helens (USA), Vesuv und Ätna (beide Italien). Deshalb sagt man, dass sich die einzigen aktiven Vulkane unseres Sonnensystems auf der Erde und auf dem Io (Jupitertrabant) befinden. Auf der Venus gibt es keine Ausbrüche. Die Lava fließt ganz leicht und flüssig aus der Erde raus (es gibt keine Ausbrüche, da man kann keine direkten Quellen orten kann) und irgendwo wieder unter die Kruste zurück. Die Ströme sind bis zu mehreren hunderten km lang und 3 bis 9 km dick. So ist der „Baltis Vallis" 7000 km lang, 2-3 km breit und hat keine Quelle, aber ein Ende, keine Zuflüsse, aber Deltaarme. Insgesamt besteht die Oberfläche zu 70 - 75% aus solchen „sanften Vulkanebenen".

 

IV. Detailinformation Mars

Der Mars ist der 4. Planet nach der Sonne, d.h. er ist von der Sonne aus gesehen direkt hinter der Erde. Er ist kleiner als die Erde, hat deshalb weniger „Mars" -Anziehungskraft (die Gravitation beträgt etwa 1/3 die der Erde), was Einfluss auf die Eigenschaften von Lavaströmen und Ausbrüchen hatte. So stieg das Magma schneller auf als auf der Erde und floß leichter und weiter. Obwohl die Lava ähnliche Abkühlungswerte hatte wie die der Erde, wurden Lavaströme mit vergleichbarer Zusammensetzung auf dem Mars sechsmal länger. Dies lag aber alles nicht nur an der geringeren Gravitation, sondern auch an dem geringeren atmosphärischen Druck (0.007 bar [erscheint mir sehr wenig; muss auch nicht richtig sein, da aus dieser Quelle schon andere falsche Informationen stammen.]). Die Atmosphäre besteht aus einer dünnen CO²- Schicht (95%). Die Temperaturen schwanken zwischen +24 ° C und –120 ° C. Auf dem Mars toben heftige Sand/Eisenstürme, die den halben Planeten bedecken können. Der Marskern besteht aus Eisensulfiden (FeS) und etwas Nickel. Die rote Färbung kommt vom eisenoxidhaltigen Staub; Man kann sagen, dass der Mars rostet. Dies liegt daran, dass er als einziger Planet neben der Erde Polkappen aus Wassereis hat (es existiert Wasser, somit auch O² (H²O) und Eisen kann rosten. Festzuhalten bleibt: auf dem Mars sind keine Vulkane mehr aktiv, die großen (Olympus Mons) sind erst vor 1 Billionen Jahren entstanden, und hatten vor 200 – 20 Millionen Jahren die letzte Eruption. Es gibt sogenannte Lava-Flows (= Lavaflüsse), die seit 2 Billionen Jahren nicht mehr fließen. Auf dem Mars gibt es 3 Hauptgebiete, die sehr aktiv waren und von denen zwei in Lava-Flows liegen. Als kleinste und uninteressanteste Gegend gilt Hellas, dort sind nur kleine Domvulkane, zum zweiten im Nordosten Elysium mit den Vulkanen Elysium Mons, welcher mit 9 km Höhe und 240 km Bodendurchmesser zu den kleineren Vulkanen des Mars gehört, aber immer noch so groß ist wie der größte Berg der Erde (geringere(r) Luftdruck und Gravitation). Auch ist dort der Albor Tholus, welcher noch kleiner ist und zum letzten und wichtigsten Tharsis, die wahrscheinlich durch eine Mantel – Plume [Mantel – Plume = Es bohrt sich heißes Gestein in einer rund 100 km dicken Säule wie ein Schneidbrenner durch das Planeteninnere und schmilzt nahe der Oberfläche; das dann austretende Magma bildet nach und nach Vulkane] entstanden ist, im Nordwesten mit dem größten Vulkan unseres Sonnensystems, dem Olympus Mons.

Marskarte

V. Detailinformation Olympus Mons

Der Olympus Mons ist 27 km über NN (Normal Null; Meeresspiegel; gedachte Linie) hoch und hat einen Durchmesser von 600 km am Boden, der Krater hat einen Durchmesser von 72 km. Er hat eine größere Ausdehnung als Frankreich. Der Grund dafür ist, dass es auf dem Mars keine Plattentektonik gibt, und dass die Vulkane Billionen von Jahren aktiv waren. Auch liegt es daran, dass die Lava des Olympus Mons sehr flüssig war. Auf der Erde, z.B. auf den hawaiianischen Inseln, sind die Vulkane nur einige Millionen Jahre pro Insel aktiv. Durch die Plattentektonik werden die Vulkane von ihren Magmaquellen wegbewegt.

Olym_Mons_3D.gif (24695 Byte)

dreidimensionaler Olympus Mons