Geschichtliches/Allgemeines:

Pompeji liegt in Kampanien (Süditalien) an der Mündung des Sarno, 8 Kilometer vom Vesuv entfernt und wurde ca. 600 vor Christus von den Oskern gegründet und später von den Samniten erobert. Unter dem Diktator Lucius Cornelius Sulla wurde die Stadt ca. 80 v. Chr. eine römische Kolonie und war dann später ein Erholungsort für die wohlhabenden Römer. Die bedeutende Handelsstadt hatte damals ca. 20 000 Einwohner von denen aber ca. 5 000 Sklaven waren. Unterhaltung fanden die Pompejier vor allem in den zwei Theater und dem einen Amphitheater, wo hauptsächlich Gladiatorenkämpfe abgehalten wurden, sowohl in den Tempeln, den Regierungsgebäuden, aber auch auf dem Forum, in der Bibliothek und letztlich in den Bädern (Thermen), auf dem Markt und in den Sportanlagen. Der einfache Römer besaß keine Küche, daher fanden Archäologen knapp 20 vornehme Gaststätten und 120 Kneipen (offene Küchen entlang den Straßen). In diesen Kneipen wurde vor allem der Rotwein VESUVIUM, der eigens angebaut wird, getrunken (aber auch exportiert).

Wie uns der Historiker Tacitus berichtet, kam es im Jahre 59 n. Chr. zu Krawallen im Amphitheater während eines Gladiatorenkampfes mit 20 000 Zuschauern (teilweise auch aus dem Nachbarort) woraufhin Kaiser Nero jegliche Spiele in Pompeji verbat.

Der Vesuv : Der Vesuv hat eine sehr lange Entstehungsgeschichte, die ältesten datierten Felsbrocken gehen zurück bis vor 300 000 Jahren. Der Vesuv hat eine sehr komplexe Entwicklung durchgemacht, von mehreren Erdbeben (welche Rissen im Erdmantel verursachten), bis zu Pyroclastischen Strömen, die sein Erscheinungsbild prägten.

5960 v. Chr. : Das erste große bekannte Erdbeben, das man in Europa kennt.

3580 v. Chr. : Das zweite große bekannte Erdbeben.

Weitere kleinere und größere Erdbeben folgen.

62/3 n.Chr. : Irgendwann im Jahre 62 oder 63 n. Chr. brach dann das erste große Unglück über Pompeji herein. Bei einem Erdbeben wurde die Stadt fast vollständig zerstört. Geologen und Vulkanologen vermuten, dass dieses Erdbeben einen wesentlichen Teil zum Ausbruchs des Vulkans beigetragen haben könnte, weil sich dadurch extreme Spannung und hoher Druck unter dem Vulkan zusammen stauen konnten.

 

Der Ausbruch

 

24. August 79 n. Chr. : Der jüngere Pliny (Plinius) wurde von seiner Mutter, gegen 13 Uhr, auf den Berg Misenum (heute heißt er Miseno), der 30 km westlich lag geschickt, um dort eine ungewöhnliche Staubwolke über dem Vulkan zu beobachten. Nur diesem 18-Jährigen haben wir es heute zu verdanken, dass wir soviel über den damaligen Ausbruch wissen, weil er den ganze Vorgang dokumentierte. Die Wolke wurde immer größer und begann sich immer grauer und immer dunkler zu färben . Sie nahm letztlich eine Höhe von 33 km an .Der Wind trug den Staub und die Wolke SSO-wärts direkt über Pompeji. Die Einwohner hatten keine Chance mehr, innerhalb von Minuten war der Himmel schwarz und der Staub und die Asche von dem nun regelrecht explodierenden Vesuv vergruben Pompeji mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 cm pro Stunde . Mehrere weitere Explosionen und Lavaflüsse, sowie viele Pyroclastische Strömen begruben die Stadt unter sich . 90 % dieser Asche war glühend heiß und verbrannte die Menschen regelrecht, die sich in ihre Häuser zurückzogen, aber das half auch nicht, denn im Nu war die Lufttemperatur auch so heiß, dass einige Dinge Feuer fingen. Die heiße Asche und der Staub erreichten letztlich eine Höhe von 3 Metern. Nach 12 Stunden begann dann endlich der größte Gas- und Magmaausbruch, der Tausenden von Menschen, die um den Vulkan wohnten das Leben kostete (siehe Mt. St. Hellens) . Gegen 8 Uhr brach dann der letzte Pyroclastische Strom über Pompeji herein und tötete alle Menschen, die bis dahin noch am Leben waren.

Selbst 2 Tage nach dem Ausbruch flossen noch immer Lavaströme vom Vesuv.

Das Fazit

Bereits vor dem Ausbruch zeigte der Vulkan seismologische Aktivitäten, weshalb auch die meisten Leute ihre Sachen packten und aus der Nähe des Vulkans verschwanden, aber viele flüchteten nicht weit genug aus der Stadt . Sie blieben in der Nähe des Hafens um so schnell wie möglich wieder bei ihren Häusern zu sein, damit nur ja nichts geplündert wurde . Das wurde ihnen dann leider zum Verhängnis. Über 2000 Opfer hat man allein in Pompeji gefunden, darunter viele Sklaven, die man in den Häusern angekettet hatte, um sie an der Flucht und am Selbstmord zu hindern.

Letztlich spukte der Vesuv 3,6 km³ Magma sowie 6,4 km³ weißer Asche und 2,5 km³ grauer Asche.

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